... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Pablo PicassoEs gibt den, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht. 
Und es gibt den, der aus einem gelben Fleck die Sonne macht.

Pablo Picasso (1881-1973)

 

 
 

 

 

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Rumi

Aus einer anderen Welt kommst DU zu uns jenseits der Sterne und des leeren Raums
Rein, transzendent, von reiner Schönheit unvorstellbar.

DU bringst uns die Essenz der Liebe, verwandelst alle, die von DIR berührt.
Die Sorgen dieser Welt, der Kummer, die Probleme sie lösen sich in DEINER Gegenwart.
Die Freude bringst DU mit für Herrscher und beherrschte, für Bauern oder Könige. DU hinterlässt uns dann perplex mit deiner Gnade. Das Böse wird in Gutes dort verwandelt.
DU bist der Meisteralchimist, entfachst das Feuer DEINER Liebe in Herz und Seele jedes Wesens auf Erden und im Himmel.
Durch DEINE Kraft verschmelzen Existenz und Nichtsein. Gegensätze werden eins.
Und alles, was profan, wird wieder heilig.

externMevlana Jelal ud-Din Rumi (1207-1273)
Nachdichtung in Deutscher Sprache aus: "Ich trunken, du verrückt. Wer bringt uns jetzt nach Haus?" von Tawhid Heinz Köhler 

über Gott ...

Khali Gibran

Von Gott

Als vor Zeiten der erste bebende Laut über meine Lippen drang,
erklomm ich den heiligen Berg und sprach zu Gott.
Und ich sagte: "Herr ich bin dein Diener.
Dein geheimer Wille ist mein Gesetz, und ich folge dir immerdar."
Aber Gott antwortete nicht.
Er entschwand einem mächtigen Sturme gleich.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Schöpfer, ich bin dein Geschöpf.
Aus Ton hast du mich geformt, und was ich bin und habe, schulde ich dir."
Aber Gott antwortete nicht.
Er entschwand tausend eiligen Flügeln gleich.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Vater, ich bin dein Sohn.
Aus Liebe und Erbarmen hast du mich gezeugt,
und in Liebe und Ehrerbietung will ich dein Königreich erben."
Aber Gott antwortete nicht.
Er verschwand wie Dunst in der Ferne.

Und nach tausend Jahren erklomm ich den heiligen Berg,
und wieder sprach ich zu Gott.
Und ich sagte: "Mein Gott, mein Ziel und meine Erfüllung.
Ich bin dein Gestern, und du bist mein Morgen.
Ich bin deine Wurzel in der Erde,
du bist meine Blüte am Firmament,
und gemeinsam wachsen wir vor dem Antlitz der Sonne."
Da neigte sich Gott hernieder und flüsterte süße Worte in mein Ohr.
Und wie der See das Bächleil umfängt, das in ihn mündet, so umfing er mich.
Und als ich in die Weiten und Täler hinabstieg, war Gott auch dort.

Kahlil Gibran (1883 - 1931)

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