... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Hermann Hesse

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen!  Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden: des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse (1877 - 1962)
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Denkimpuls

Ramana-MaharishiEs gibt kein größeres Geheimnis als dies:

Wir suchen unentwegt nach der Wirklichkeit, obwohl wir doch diese Wirklichkeit sind.

Wir glauben, etwas würde die Wirklichkeit verbergen und es müsse zerstört werden, bevor wir die Wirklichkeit erlangen.

Wie absurd!

Ein Tag wird kommen, an dem du über all deine früheren Bemühungen lachen wirst.

Das, was an jenem Tag, wo du lachst, sein wird, ist auch hier und jetzt.

Ramana Maharshi(1879-1950)