... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Vers 11: Dreißig Speichen umgeben eine Nabe: In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.Lao Tze
Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen: In ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk.
Man gräbt Türen und Fenster, damit die Kammer werde: In ihrem Nichts besteht der Kammer Werk.

Darum: Was ist, dient zum Besitz. Was nicht ist, dient zum Werk.


Vers 7: Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd. Sie sind dauernd und ewig, weil sie nicht sich selber leben.
Deshalb können sie ewig leben.

Also auch der Berufene: Er setzt sein Selbst hintan, und sein Selbst kommt voran.
Er entäußert sich seines Selbst, und sein Selbst bleibt erhalten.
Ist es nicht also: Weil er nichts Eigenes will, darum wird sein Eigenes vollendet?

Lao Tse (6. Jahrhindert vor Chr.)
aus dem Tao de King de King

 
 

 

 

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eckhard tolleDas spirituelle Erwachen ist die Quintessenz von Heilung überhaupt, es ist die große Heilung. Ein anderes Wort für spirituelles Erwachen ist Heilung. Ohne das spirituelle Erwachen ist der Mensch immer noch ungeheilt, auf irgendeiner Ebene - die große Heilung kommt erst mit dem Erwachen.
Die Heilung von physischen Symptomen ist natürlich wunderbar. Sie hat ihren Platz in dieser Welt und ist auch wichtig. Aber Menschen, bei denen nur physische Symptome oder Krankheiten geheilt werden, bleiben auf einer anderen Ebene noch ungeheilt. Für diese Menschen ist es wichtig zu erkennen, dass durch die Heilung eine Dimension jenseits der physischen Dimension in ihr Leben getreten ist. Dies können sie zum Ausgangspunkt dafür nehmen, sich zu öffnen für das spirituelle Erwachen, sodass sie nicht wieder zurückfallen. Denn das ist oft das Problem bei der Heilung von physischen Symptomen: dass der Mensch zurückfällt in eine geistige Verfassung, wie sie vor der Heilung bestand, die dann wieder die gleichen Krankheiten erzeugt wie vorher, weil im Bewusstsein immer noch die alten Gedankenmuster tätig sind.

Vor vielen Jahren, als ich anfing, mit Menschen zusammenzusitzen und Fragen zu beantworten, da saß mir einmal eine ältere Dame gegenüber, die einige psychologische Probleme hatte. Sie war Schwester in einem katholischen Orden gewesen, war dann aber ausgetreten, weil sie dort nicht zu Gott hatte finden können. Ich sprach mit ihr und fühlte plötzlich, wie ich eintrat in einen Zustand wunderbarer Leichtigkeit und tiefen Friedens, während sie mir ihre Probleme erzählte. Ich saß da, in diesem Zustand tiefen inneren Friedens und der Freude, und schaute sie nur an. Plötzlich hörte sie auf mit der Schilderung ihrer Probleme und sagte zu mir:

„Sie heilen jetzt gerade, sie heilen mich!“

Und das war das erste Mal, dass ich das Wort Heilen verband mit der Bewusstseinsveränderung. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel verstand von dem, was mit mir geschehen war, von der inneren Verwandlung, dachte ich: ‚Ah ... ich bin Heiler." Und dann kamen einige Jahre lang Leute zu mir, und ich war „Spiritual Healer“. Viele kamen, um physisch geheilt zu werden. Einige von ihnen wurden geheilt. Nach zwei, drei Jahren kamen immer mehr Menschen, die eigentlich nur ihre physischen Symptome loswerden wollten. Da fand ich es nicht mehr so zufriedenstellend, nur auf physischer Ebene zu heilen.
Von da an habe ich das Wort Heiler nicht mehr gebraucht. Obwohl ich weiß, dass alles, was ich tue, im weitesten Sinne, Heilen ist. Es ist das Heilen des Menschen überhaupt.

Eckhart Tolle

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Denkimpuls

 

DescartesNichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand.

Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.

Descartes (fr. Mathematiker und Philosoph, 1596 - 1650)