... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

 

Wenn Gottes Freunde im Garten der Sanftmut, auf dem Rasen des Bundes und in der Gesellschaft der Liebenden den Wein der Sehnsucht trinken, beginnen sie zu suchen. Wenn sie suchen, freuen sie sich. Wenn sie sich freuen, fliegen sie außerhalb des Käfigs der zwei Welten. Wenn sie fliegen, kommen sie an. Wenn sie ankommen, erreichen sie sich selbst. In diesem Zustand wird ihr Intellekt in Sanftmut ertränkt und ihr Herz von Enthüllung verzehrt. Nachdem sie sich selbst verloren haben, finden sie IHN. Die Sonne der anfangslosen Sanftmut scheint auf den Garten ihrer Herzen und die Narzisse der Intimität blüht in diesem heiligen Garten.

 Abū al-Qāsim Ahmad Sam'ānī (1094-1140)
The Repose of the Spirits: A Sufi Commentary on the Divine Names
(Persisch nach English: Prof. William C. Chittick)

 
 

 

 

© 2026 Akademie-Lichtung

St. Theresa von Avila

LACHEN VON JEDEM PFLASTERSTEIN


Er sprach nur diese vier Worte,
die mein Leben änderten:

„Erfreue Dich an mir.“

Was für eine Last ich schleppen müsste, hatte ich gedacht,
ein Kruzifix, wie Er.

Die Liebe sagte einst zu mir:
„Ich kenne ein Lied. Willst Du es hören?“


Und Lachen kam von jedem Pflasterstein der Straße
und aus jeder Pore des Himmels.

Nach einer Nacht im Gebet, änderte Er mein Leben,
als Er sang:

„Erfreue Dich an mir!“

St. Teresa von Avila (1515 - 1582)