... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

albert einstein 1916 37jahreDas schönste und tiefste Gefühl, das wir erleben können, ist die Erfahrung des Mystischen. Es ist die Säerin aller echten Wissenschaft. Der Mensch, der dieses Gefühl nicht kennt, der nicht mehr staunen und in Ehrfurcht gebannt vor etwas stehen kann, ist so gut wie tot.

Zu wissen, dass das, was wir nicht ergründen können, wirklich existiert, drückt sich als höchste Weisheit und strahlendste Schönheit aus, die unsre dumpfen Sinne nur in ihrer primitivsten Form wahrnehmen können - dieses Wissen, dieses Spüren ist der Kern wahrer Religiosität...

Ein Mensch ist Teil des Ganzen ... er erfährt sich selbst, seine Gedanken und seine Gefühle als etwas, das vom Rest abgetrennt ist - eine Art optischer Illusion seines Bewusstseins ...

Unsere Aufgabe muss sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir unser Mitleid auf alle lebenden Kreaturen ausdehnen und die ganze Natur in ihrer Schönheit umarmen.

Albert Einstein (1879 - 1955)

© 2026 Akademie-Lichtung

Ich bin da draußen

Es war einmal eine Frau, die sehr religiös und strenggläubig und voller Liebe für Gott war. Jeden Morgen ging sie zur Kirche. Auf ihrem Weg riefen Kinder nach ihr und Bettler traten an sie heran, aber sie war so vertieft in ihre Andacht, dass sie sie noch nicht einmal sah.

Nun eines Tages ging sie wie üblich die Straße hinunter und kam an der Kirche an. Genau rechtzeitig zum Gottesdienst. Sie drückte gegen die Tür, aber sie öffnete sich nicht. Sie drückte noch einmal, jetzt stärker, und fand, dass die Tür abgesperrt war.

Unglücklich über den Gedanken, dass sie den Gottesdienst das erste Mal seit Jahren verpassen würde, und nicht wissend, was sie jetzt tun sollte, schaute sie auf. Und da, direkt vor ihrem Gesicht, fand sie einen Zettel an die Tür geheftet. Auf dem stand:

Ich bin da draußen.

I’m out there

There was once a woman, who was religious and devout and field with love for God. Each morning, she would go to church. And on her way children would call out to her, beggars would accost her, but so immersed was she in her devotion that she did not even see them.

Now, one day she walked down the street in her customary manner, and arrived at the church. Just in time for service. She pushed the door, but it would not open. She pushed it again, harder, and found the door was locked.

Distressed at the thought that she would miss the service for the first time in years, and not knowing what to do, she looked up. And then, right before her face, she found a note pinned to the door It said, I’m out there!