... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Rainer Maria RilkeDie Blätter fallen,  fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen.   Diese Hand da fällt.  
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

verfasst am 11.09.1901 von Rainer Maria Rilke (1875-1926)
am 07.11.1901 schreibt er an Axel Juncker:  „Diese Sammlung, die ich unter dem Namen "Das Buch der Bilder" zusammenfasse, ist das Kostbarste was ich aus diesen Jahren habe.“

© 2026 Akademie-Lichtung

O Herr, wenn ich Dich aus Angst vor der Hölle liebe,
verbrenne mich dort,
und wenn ich Dich in der Hoffnung auf das Paradies liebe,
schließe mich dort aus,
doch wenn ich Dich aus Liebe zu Dir selbst liebe,
entziehe mir nicht Deine göttliche Schönheit.

 
Rābiʿa al-ʿAdawiyya al-Qaisiyya
 (ca. 714 - 881)

Denkimpuls

Hopi Angel

In dieser Zeit der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen, am allerwenigsten uns selbst.
Denn in dem Moment, indem wir dies tun, kommt unser innerstes Wachstum und unsere Reise zum Stillstand.

(Quelle unbekannt, wird oft den Hopi-Ältesten zugeschrieben)