... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Maharaj-Bild aus WickipediaDie Menschen nehmen verschiedene Straßen auf der Suche nach Erfüllung und Glück.  Nur weil sie nicht auf deiner Straße sind heißt nicht, dass sie verloren gegangen sind.

 

der 14. Dalai Lama: Tendzin Gyatsho (*1935)

   

Die Realität existiert, und ist ihrem Wesen nach beobachtendes Bewusstsein. Natürlich ist sie jenseits des Beobachters, aber um in sie hineinzugelangen, muss man zuerst den Zustand der reinen Beobachtung erreichen...Der Beobachter ist die Reflexion der Realität in ihrer vollkommenen Makellosigkeit ... Die Geisteshaltung der inneren Beobachtung ist außerordentlich machtvoll.

Du musst dich permanent beobachten - vor allem deine Gedanken - in jedem Moment, ohne etwas auszulassen. Die Beobachtung ist wesentlich zur Trennung des Selbst vom nicht-Selbst ... Sei dir jenes Zustandes bewusst, der einfach nur Sein ist, ohne dieses oder jenes zu sein.

Es gibt keine zu erfüllenden Bedingungen. Nichts muss getan werden, nichts muss aufgegeben werden. Schau einfach hin, und bedenke, was auch immer du wahrnimmst, bist nicht du, und gehört nicht dir. Es ist innerhalb des Bewusstseinsfeldes, aber du bist weder das Feld noch dessen Inhalt, ja noch nicht einmal der Beobachter des Feldes. Es ist deine Einbildung du müsstest irgend etwas tun, die dich in die Erwartungshaltung bezüglich deines Bemühens verstrickt - die Motivation, die Sehnsucht, das Scheitern, das Gefühl der Frustration, all dies hält dich zurück. Schau einfach auf das, was sich auch immer ereignet, wissend, dass du über den Dingen stehst.

Du musst nicht zur Erleuchtung vorstoßen, denn du bist erleuchtet. Sie stößt zu dir vor, wenn du ihr eine Chance gibst. Lass deine Anhaftung an das Unwirkliche entgleiten, und das Wirkliche wird schnell und sanft dessen Platz einnehmen. Hör damit auf, dir einzubilden dies zu sein oder jenes zu tun, und du wirst erkennen, dass du an der Quelle und im Herzen von Allem bist. Auf diese Weise wird die große Liebe über dich kommen, die nicht Wahl oder Bevorzugung darstellt, sondern eine Kraft, die alle Dinge liebenswert und liebenswürdig macht.

Das äußere Selbst (die Individualität) ist nur eine Projektion des inneren Selbst (des Entfalteten), das wiederum ein Ausdruck des Absoluten (das Unentfalteten) ist, das alles und nichts ist ...
Wenn das äußere Selbst seine Nicht-Existenz in der Trennung vom inneren Selbst erkennt und das innere Selbst das äußere Selbst als seinen eigenen Ausdruck wahrnimmt, dann kommen die Ruhe und der Frieden des absoluten, unentfalteten Zustandes zum Tragen.

In Wirklichkeit sind die drei Eines: Das innere Selbst und das Unentfaltete sind untrennbar, während das äußere Selbst die wahrnehmende, fühlende, denkende Aktivität ist, die aus dem Körper entsteht, der aus den fünf Elementen entsteht.

Das äußere Selbst erzeugt den Abgrund,
das Herz überschreitet ihn.

 

 

Sri Nisargadatta Maharaj (1897-1981)


 


   
   
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